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    14. Oktober 2026

    Heilpraktiker Psychotherapie Prüfung Oktober 2026: Lösungen

    Unser vorläufiger Lösungsvorschlag für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie vom 14. Oktober 2026 steht: alle 28 Fragen mit Lösung und Thema. Bestanden hat, wer mindestens 21 Fragen richtig beantwortet. Die Lösungen sind unsere fachliche Einschätzung, nicht der amtliche Schlüssel des Gesundheitsamts.

    Stand: 14. Oktober 2026, Abend. Wir haben jede Frage selbst gelöst und das Ergebnis danach mit dem vorläufigen Schlüssel einer Heilpraktikerschule abgeglichen. Bei allen 28 Fragen kommen wir zur selben Lösung. Zwei Fragen halten wir trotzdem für angreifbar, mehr dazu unten. Den Lösungsbogen der allgemeinen Prüfung findest du hier: Heilpraktikerprüfung Oktober 2026: Lösungen.

    Lösungsbogen HP Psychotherapie, 14. Oktober 2026

    Nr.ThemaLösung
    1EinwilligungA
    2Schizotype StörungB, D
    3Medikamente und SuizidalitätE
    4Wahnhafte StörungB
    5Chorea HuntingtonA
    6IntelligenzminderungC
    7Systematische DesensibilisierungC
    8Neurologische NotfälleA, E
    9Dissoziative AnfälleC, E
    10ManieD, E
    11PanikstörungA
    12DelirB, E
    13Suizidalität erfragenD
    14WahnkriterienE
    15Manie VorgehenC
    16Erregungszustand DeeskalationC
    17Katatoner StuporB, E
    18Systemische TherapieD
    19PTBS SymptomeC, D
    20Somatisierungsstörung KriterienC, E
    21Frontalhirnsyndrom organischE
    22Persönlichkeitsstörung KriterienE
    23Persönlichkeitsstörung MerkmaleB
    24Dissoziative StörungenB, D
    25HeilprG RegelungsinhaltB
    26Einteilung affektive StörungenA
    27Demenz WerkzeugstörungenC
    28Binge-Eating-StörungB

    Gruppe A und Gruppe B

    Die Nummerierung folgt dem Bogen der Gruppe A. In Gruppe B stehen dieselben Fragen in anderer Reihenfolge, teils auch mit anders sortierten Antworten. Wenn du Gruppe B geschrieben hast, suche deine Frage über das Thema und vergleiche die Lösung über den Antworttext, nicht über den Buchstaben.

    So rechnest du dein vorläufiges Ergebnis aus

    Zähle nur Fragen, die du vollständig richtig hast. Bei „Wählen Sie zwei Antworten“ gibt es den Punkt nur, wenn beide Kreuze stimmen. Ab 21 richtigen Antworten hast du nach unserem Vorschlag bestanden. Achte an der Grenze auf die Formulierung deines Gesundheitsamts: Einzelne Ämter schreiben „mindestens 75 %“, andere „mehr als 75 %“, und bei 28 Fragen kann genau das den Unterschied machen.

    Die schwierigen Fragen dieser Prüfung

    Die Prüfung war stark auf Notfälle und Differenzialdiagnosen ausgerichtet: allein fünf Fragen drehten sich um Suizidalität, Erregungszustände, Stupor und Manie, dazu kamen mehrere Fälle, in denen eine organische Ursache erkannt werden musste. Bei diesen sechs Fragen lohnt ein zweiter Blick:

    Frage 3: Medikamente und Suizidalität

    Lösung E (alle Aussagen). Strittig ist Aussage 5, „Medikamentenintoxikationen gehören zu den häufigsten Suizidmethoden“. Bei Suizidversuchen sind Vergiftungen mit Medikamenten die häufigste Methode, bei vollendeten Suiziden gehören sie in Deutschland nach dem Erhängen zu den häufigsten Methoden. Wer die Aussage nur auf vollendete Suizide bezieht und sie deshalb für falsch hält, landet bei C (Aussagen 1 bis 4). Wir halten E für die erwartete Lösung, weil die Aussage „gehören zu den häufigsten“ und nicht „sind die häufigste“ lautet.

    Frage 12: Delir nach Harnwegsinfekt

    Lösung B und E. Das Delir ist eindeutig: akuter Beginn seit dem Vortag, Somnolenz, Aufmerksamkeitsstörung und optische Halluzinationen. Für die zweite Antwort ist der Hinweis entscheidend, dass die Patientin am Vortag beim Hausarzt war. Das spricht für eine neue Medikation, etwa ein Antibiotikum, als Auslöser. Eine Demenz (D) entwickelt sich schleichend über Monate und passt nicht zum plötzlichen Beginn.

    Frage 20: Kriterien der Somatisierungsstörung

    Lösung C und E. Nach ICD-10 (F45.0) müssen die Beschwerden mindestens zwei Jahre bestehen, und es darf keine ausreichende körperliche Erklärung geben. Ein Beginn in der Pubertät ist dagegen kein ICD-10-Kriterium. Begleitende depressive Symptome sind häufig und schließen die Diagnose nicht aus.

    Frage 25: Was regelt das Heilpraktikergesetz?

    Lösung B (Aussagen 2 und 4). Das Heilpraktikergesetz ist kurz: Es regelt die Erlaubnispflicht und verweist für deren Voraussetzungen auf die Durchführungsverordnung (§§ 1 und 2), und es verbietet die Ausübung der Heilkunde im Umherziehen (§ 3). Sorgfaltspflicht, Fortbildung und die Pflicht zur Hilfe im Notfall stehen woanders: im Behandlungsvertrag nach BGB, in der Berufsordnung der Verbände und in § 323c StGB.

    Frage 26: Einteilung der affektiven Störungen

    Lösung A (Aussagen 1, 2 und 5). Das ist aus unserer Sicht die strittigste Frage der Prüfung. Aussage 3 sagt, dass „unabhängig vom Schweregrad“ zwischen Depressionen mit und ohne psychotische Symptome unterschieden wird. In der ICD-10 gibt es diese Unterscheidung aber nur bei der schweren depressiven Episode (F32.2 und F32.3). Im DSM-5 und in manchen Lehrbüchern wird das Merkmal dagegen unabhängig vom Schweregrad vergeben. Wertet das Gesundheitsamt Aussage 3 als richtig, wäre B die Lösung. Wer B angekreuzt hat, sollte den amtlichen Schlüssel genau prüfen.

    Frage 28: Binge-Eating-Störung

    Lösung B. Essanfälle mit Kontrollverlust, Scham und Niedergeschlagenheit, aber ohne Erbrechen, Sport oder Abführmittel, sind das klassische Bild der Binge-Eating-Störung. Die Frage ist fachlich klar, hat aber einen Haken: Die ICD-10 kennt die Binge-Eating-Störung nicht als eigene Diagnose, erst DSM-5 und ICD-11 (6B82). Die Bulimia nervosa scheidet aus, weil die gegensteuernden Maßnahmen fehlen.

    Wann kommt der offizielle Lösungsschlüssel?

    Den amtlichen Schlüssel veröffentlichen die Gesundheitsämter erfahrungsgemäß einige Tage bis wenige Wochen nach der Prüfung. Verbindlich sind nur dieser Schlüssel und dein Bescheid. Wie viel Bewegung danach noch möglich ist, hat der Herbst 2025 gezeigt: Ein Gesundheitsamt hat zwei Fragen nachträglich neu gewertet, eine davon wurde ganz gestrichen (zum Beitrag).

    Knapp nicht bestanden?

    Prüfe deinen Bogen gegen den amtlichen Schlüssel, sobald er da ist. Wenn du eine Frage für fachlich falsch oder mehrdeutig hältst, kannst du beim zuständigen Gesundheitsamt eine Überprüfung beantragen. Begründe sachlich, am besten mit den ICD-10-Kriterien oder dem Gesetzestext. Frage 26 ist dafür nach unserer Einschätzung der aussichtsreichste Kandidat. Was bei einem Fehlversuch gilt, steht in unserem Beitrag zur Wiederholung der Prüfung.

    Bestanden: So geht es weiter

    Nach der schriftlichen Prüfung folgt die mündliche Überprüfung beim Gesundheitsamt. Dort zählen vor allem Fallbeispiele, die Abgrenzung zur ärztlichen Behandlung und der Umgang mit Suizidalität, also genau die Themen, die heute so viel Raum hatten. Mehr dazu findest du in unserem Vergleich HP Psychotherapie und allgemeiner Heilpraktiker.

    Alle 28 Fragen mit Erklärungen üben

    Alle Fragen der Prüfung vom 14. Oktober 2026 kommen mit dem nächsten Update in den Heilpraktiker Prüfungstrainer, jede mit einer ausführlichen Erklärung, warum die richtige Antwort stimmt und die anderen nicht. Die jeweils neueste Prüfung ist in der App kostenlos.

    Hinweis

    Dieser Lösungsvorschlag ist eine vorläufige Einschätzung der Redaktion von heilpraktiker.digital, keine amtliche Auswertung. Verbindlich sind allein der Lösungsschlüssel und der Bescheid deines Gesundheitsamts.

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